Ratgeber · Website

Website für
Handwerker

was wirklich Anfragen bringt ✓

Fast jeder Betrieb hat inzwischen eine Seite. Anfragen bringen die wenigsten. Der Unterschied liegt nicht am Aussehen, sondern an sechs Dingen, die die meisten Anbieter weglassen — hier stehen sie.

Stand: August 2026 · 7 Min. Lesezeit · von Roman Derksen

Eine Handwerker-Website ist keine Imagebroschüre, sondern ein Werkzeug zur Auftragsannahme. Sie muss auf dem Handy in unter zwei Sekunden laden, die Telefonnummer mit einem Fingertipp wählbar machen, das Einzugsgebiet mit echten Ortsnamen benennen, jede Leistung einzeln erklären und mit dem Google-Unternehmensprofil verbunden sein. Was fehlt, kostet Anfragen — und zwar unabhängig davon, wie gut die Seite aussieht.

Warum die meisten Handwerker-Seiten nichts bringen

Die typische Handwerker-Website ist eine digitale Visitenkarte: Startseite mit Foto vom Firmenwagen, eine Seite „Leistungen“ mit einer Aufzählung von zwölf Punkten, eine Seite „Über uns“ und ein Kontaktformular. Das sieht ordentlich aus und erfüllt trotzdem keinen Zweck — weil niemand danach sucht.

Menschen suchen nicht nach „Handwerksbetrieb“. Sie suchen nach einer konkreten Leistung an einem konkreten Ort: „Heizung Notdienst Wiesbaden“, „Fliesen verlegen Kosten Mainz“, „Autoaufbereitung in meiner Nähe“. Wer zwölf Leistungen in einer Aufzählung versteckt, hat für keine davon eine Seite, die Google ausspielen könnte. Deshalb ranken diese Websites für nichts — und dann heißt es, eine Website bringe nichts.

Der zweite Grund ist banaler: Ladezeit. Handwerks-Kunden suchen unterwegs, oft mit schlechtem Netz. Eine Seite mit unkomprimierten Fotos, die im WLAN flott wirkt, braucht im Mobilfunknetz sechs Sekunden — und da ist der Interessent längst beim nächsten Ergebnis.

Die 6 Dinge, die tatsächlich entscheiden

  • 1. Die Telefonnummer als Knopf, nicht als Text. Handwerkskunden rufen an, sie schreiben keine Formulare aus. Die Nummer gehört sichtbar nach oben und muss auf dem Handy mit einem Tipp wählen. Klingt trivial — fehlt aber auf der Mehrheit der Seiten, weil die Nummer nur als Text im Impressum steht.
  • 2. Das Einzugsgebiet mit echten Ortsnamen. „Wir sind im gesamten Rhein-Main-Gebiet für Sie da“ findet Google nicht. „Wiesbaden, Mainz, Eltville, Rüdesheim, Geisenheim“ schon. Wer in mehreren Orten arbeitet, braucht je Ort eine eigene Seite mit eigenem Text — nicht dieselbe Seite mit ausgetauschtem Ortsnamen, das erkennt Google.
  • 3. Jede Leistung auf einer eigenen Seite. Das ist der größte Hebel überhaupt. Zwölf Leistungen in einer Aufzählung ergeben eine Seite, die für nichts rankt. Zwölf eigene Seiten ergeben zwölf Chancen, gefunden zu werden — jede mit dem Wortlaut, den Suchende tatsächlich eintippen.
  • 4. Referenzen mit eigenen Fotos. Handwerk ist ein Vertrauensgeschäft, und nichts zerstört Vertrauen schneller als ein Stockfoto mit lachenden Models im weißen Overall. Zehn schlechte Handyfotos von echten Baustellen wirken stärker als das schönste gekaufte Bild. Vorher-Nachher-Paare wirken am stärksten.
  • 5. Ladezeit unter zwei Sekunden — im Mobilfunknetz. Nicht im Büro-WLAN testen, sondern unterwegs. Die häufigste Ursache sind unkomprimierte Fotos direkt aus dem Handy: Ein einziges 6-MB-Bild macht jede Optimierung zunichte.
  • 6. Verbindung zum Google-Unternehmensprofil. Website und Profil verstärken einander: Das Profil bringt dich in die Karte, die Website liefert die Tiefe, die das Profil nicht abbilden kann. Beide müssen dieselbe Adresse, dieselbe Nummer und dieselben Öffnungszeiten zeigen — Abweichungen kosten lokale Sichtbarkeit. Wie du das Profil einrichtest, steht hier.

Was du dir sparen kannst

BeliebtBringt es Anfragen?Stattdessen
Leitbild und FirmenphilosophieNein — liest niemandReferenzfotos der letzten Aufträge
Bildergalerie mit StockfotosNein — schadet eherEigene Handyfotos von Baustellen
Chatbot / KI-AssistentNein bei lokalem HandwerkTelefonnummer nach oben
Aufwendige Startseiten-AnimationNein — kostet LadezeitSchnelleres Laden auf dem Handy
Kontaktformular mit 9 FeldernKaumName, Nummer, Anliegen — fertig
Blog ohne PlanNeinEine gute Seite je Leistung

Die Faustregel: Alles, was über dich spricht, ist zweitrangig. Alles, was eine Frage des Kunden beantwortet, zählt. Ein Interessent will wissen, ob du seine Leistung anbietest, ob du in seinen Ort kommst, was es ungefähr kostet und ob andere zufrieden waren. Vier Fragen — daran misst sich jede Seite.

Die richtige Reihenfolge

Wer bei null anfängt, macht es in dieser Reihenfolge — jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf:

  • Zuerst das Google-Unternehmensprofil. Kostenlos, in einer Stunde eingerichtet, und für lokale Betriebe der schnellste Weg zu den ersten Anrufen. Wer nur eines machen kann, macht das.
  • Dann die Website mit einer Seite je Leistung. Sie beantwortet, was ins Profil nicht passt, und trägt langfristig — anders als Anzeigen hört sie nicht auf zu wirken, wenn das Budget endet.
  • Dann Bewertungen sammeln. Systematisch nach jedem Auftrag fragen. Bewertungen wirken auf beides ein: aufs Profil in der Karte und auf die Entscheidung des Interessenten. Die legalen Wege stehen hier.
  • Erst dann Anzeigen. Sie wirken sofort, aber nur solange bezahlt wird. Wer sie schaltet, bevor die Seite überzeugt, kauft teure Klicks auf eine Seite, die niemanden abholt.

Was 2.150 € wirklich bedeuten

Der Preis ist für die meisten der Knackpunkt, deshalb hier die Rechnung ohne Verkaufsgerede. Eine Website zum Festpreis von 2.150 € netto ist eine einmalige Investition, die vier bis sechs Jahre trägt. Umgerechnet sind das rund 35 € im Monat — etwa so viel wie ein Satz Wischerblätter oder eine Tankfüllung im Jahr.

Die eigentliche Frage ist nicht, ob 2.150 € viel Geld sind, sondern wie viele Aufträge sie einbringen müssen, um sich zu tragen. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 400 € reichen sechs zusätzliche Aufträge in vier Jahren. Bei einem Betrieb mit 1.500-€-Aufträgen sind es zwei. Das ist die Zahl, an der du entscheiden solltest — nicht am Preisschild.

Zum Vergleich: Dieselben 2.150 € in Bitcoin gelegt, wären eine Wette auf einen Markt, auf den du keinen Einfluss hast. In die eigene Sichtbarkeit gelegt, wetten sie auf das Einzige, worauf du sehr wohl Einfluss hast — und du siehst innerhalb weniger Monate, ob es funktioniert, statt in fünf Jahren. Was am Markt insgesamt üblich ist, steht im Kosten-Ratgeber; worauf du beim Festpreis achten musst, im Festpreis-Ratgeber.

Lohnt sich das in deinem Ort überhaupt?

Wir prüfen kostenlos, wie viele Menschen in deinem Umkreis tatsächlich nach deiner Leistung suchen, wer dort aktuell oben steht und was dich Sichtbarkeit realistisch kostet. Echte Zahlen aus dem Keyword-Planer, kein Verkaufsgespräch.

Roman Derksen, Rvertising

Die Auswertung mache ich persönlich.– Roman

Häufige Fragen

Was muss auf eine Handwerker-Website?

Sechs Dinge entscheiden: eine Telefonnummer, die auf dem Handy mit einem Fingertipp wählt; das Einzugsgebiet mit echten Ortsnamen; jede Leistung auf einer eigenen Seite statt in einer Aufzählung; Referenzen mit eigenen Fotos statt gekaufter Bilder; Ladezeit unter zwei Sekunden im Mobilfunknetz; und ein verknüpftes Google-Unternehmensprofil. Alles andere — Imagetexte, Leitbilder, Firmengeschichte — ist Beiwerk.

Was kostet eine Website für Handwerker?

Für eine Seite, die technisch sauber gebaut ist und lokal gefunden wird, beginnen seriöse Festpreise 2026 bei etwa 2.500 €. Deutlich billigere Angebote sparen fast immer an Technik und Suchmaschinenarbeit — dann steht die Seite zwar online, bringt aber keine Anfragen. Unsere Websites kosten 2.150 € netto zum Festpreis.

Braucht ein Handwerksbetrieb überhaupt eine Website, wenn er ausgelastet ist?

Auslastung ist ein Zustand, keine Sicherheit. Der eigentliche Wert einer Website zeigt sich, wenn ein Großkunde wegfällt oder die Auftragslage kippt — dann brauchst du Sichtbarkeit sofort, und die lässt sich nicht in zwei Wochen aufbauen. Dazu kommt: Wer heute auslastet, kann sich mit Sichtbarkeit die besseren Aufträge aussuchen statt jeden anzunehmen.

Reicht ein Google-Unternehmensprofil statt einer Website?

Für den Anfang bringt das Profil oft mehr als eine Website, und es kostet nichts — deshalb sollte es immer zuerst stehen. Es hat aber zwei Grenzen: Du kannst deine Leistungen dort nicht ausführlich erklären, und du besitzt es nicht. Google entscheidet über Darstellung und Sichtbarkeit. Beides zusammen ist die stärkste Kombination: Profil für die Karte, Website für die Tiefe.

Wie lange dauert es, bis eine Handwerker-Website Anfragen bringt?

Über das Google-Unternehmensprofil kommen erste Anrufe oft in wenigen Wochen. Bis eine neue Website in der normalen Suche für ihre Leistungen rankt, vergehen meist drei bis sechs Monate — Google braucht Zeit, um eine neue Domain einzuordnen. Wer schneller Ergebnisse braucht, schaltet parallel Anzeigen; die laufen ab dem ersten Tag.